IP-Identifikationen nehmen zu
Vorratsdatenspeicherung, Überwachung, Kontrolle, der gläserne Surfer … Zwei Referenten der Telekom Deutschland präsentierten bei der Sommerakademie 2007 die neuesten Auswertungen über die Identifikationsanfragen von Strafverfolgungsbehörden gegenüber der Internetserviceprovider ( IPS ). Bei den Anfragen geht es darum eine an einem bestimmten Punkt zu einer bestimmten Zeit geloggte Ip-Adresse einem Name und einer Adresse eines Nutzers zuzuordnen. Es werden die Jahre 2003 – 2007 verglichen. Die Verbindungsdatenspeicherung soll vorallen als Prävention gegen den internationalen Terrorismus helfen bzw. zur Erfassung der Täter terroristischer Anschläge dienen.
Anzahl der Anfragen pro Jahr:
| Jahr | Anzahl der Anfragen an die IPs |
| 2003 | 3.170 |
| 2004 | 6.294 |
| 2005 | 75.453 |
| 2006 | >90.000 |
| 2007 | >200.00 (geschätzt) bisher ca. 150.000 |
Doch wurden diese Anfragen im Bezug auf Terror oder ähnliches gestellt, sondern zum Großteil zur Verfolgung von “Bagatelldelikten” “missbraucht”.Dazu eine Übersicht zu den Angeklagten Vergehen.
| prozentualer Anteil | Verfolgte Straftat |
| 80,0% | Betrug (tw. im minderschweren Fall) |
| 8,8% | Urheberrechtsverletzung |
| 4,8% | Verdacht auf Verbreitung von Materialien mit kinderpornographischen Inhalten |
Fakt ist auch, dass bis jetzt keinen gespeicherten Verbindungsnachweise geholfen haben Terroranschläge zu verhindern oder die Täter danach zur Rechenschaft zu ziehen. Auf der anderen Seite werden die ISPs, durch die Kosten für den Speicherplatz der Verbindungsdaten, finanziell stark belastet und es ist und bleibt für den Internetnutzer ein Eingriff in die Privatsphäre.
