Einzelverbindungsnachweise – Regeln durch Bundesnetzagentur

April 25th, 2008 | Tags:

Einzelverbindungsnachweise waren bis vor kurzem von Anbieter zu Anbieter verschieden. Vielen Kunden war vor allem die Auswertung des Datentransfers zu unschlüssig und zu ungenau. Jetzt gab es erstmals eine einheitliche Richtlinie von der Bundesnetzagentur. Danach müssen nun auch alle Datendienste, Internetverbindungen und der gesammte SMS-Verkehr dokumentiert werden. Die Rufnummern können dabei je nach Kundenwunsch komplett oder um 3 Ziffern gekürzt gelistet werden. Bei allen genutzten Call by Call – Diensten müssen die Vorwahlen auch mit angegeben werden. Da bei Internetverbindungen eine Aufschlüsslung bis aufs letzte Bit nicht möglich ist, muss das verbrauchte Datenvolumen wenigstens für jeden Tag angegeben werden. Freiguthaben ist allerdings von der Protokollierung ausgenommen, da muss der EVN (Einzelverbindungsnachweis) erst nach dem Verbrauch der kostenlosen Datenmenge geführt werden. Flatratekunden haben gar keinen Anspruch auf einen Einzelverbindungsnachweis. Der EVN hat dem Kunden im Normalfall in Papierform vorzuliegen, ausgenommen sind online abgeschlossene Verträge und wenn der Kunde oftmals das Internet benutzt, dann kann der EVN auch online zugänglich gemacht werden. Es muss aber immer die möglichkeit für den Kunden bestehen den EVN in Papierform anzufordern, den Telekommunikationsunternehmen spricht die Bundesnetzagentur aber das Recht zu dafür eine finanzielle Aufwandsentschädigung zu verlangen. Die Anbieter haben nun ein halbes Jahr Zeit ihre Systeme auf die geforderten Standards umzustellen.

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