AEPOC schießt gegen die Piratenpartei

Juli 21st, 2009 | Tags:

Die Anti-Piraterie-Vereinigung AEPOC, ausgeschrieben: Association Européenne pour la Protection des Å’uvres et services Cryptés und frei übersetzt: Vereinigung zum Schutz von Werken und verschlüsselten Diensten, tagte gestern in Brüssel. Eigentlicher Grund war die Einführung des Neumitglieds Multichoice Hellas, die Pay-TV in Griechenland anbieten. Da man damit aber schlecht den Tag rumbekommt hat sich AEPOC auf der Versammlung an die EU gewandt. Man solle endlich eine klare Position zum Urheberrecht, zum Patentschutz und zur Piraterie beziehen. Der Grund dafür ist der Einzug der Piratenpartei ins EU-Parlament, den AEPOC als Trotzreaktion der User des geschlossenen Warez-Portals “The Pirat Bay” sieht. Aber jetzt mal ernsthaft, es gibt doch klare Gesetze für Patent- und Urheberrecht. Da kann die Piratenpartei mit ihren fünf Hanseln auch nichts dran ändern, auch wenn sie es wöllten. Aber wollen sie das denn überhaupt? Oftmals liest man über die generelle Abschaffung von Urheber- und Patentrecht, obwohl klar im Wahlprogramm “Keine Patente auf Lebewesen und Gene, auf Geschäftsideen und auf Software” und “Legalisierung der Privatkopie” steht. AEPOC sieht hier scheinbar trotzdem eine Gefahr und fordert alle Mitgliedsstaaten der EU auf die Richtlinie zu Übernehmen die bis zu 12 Jahren Haft als Konsequenz für die digitale Piraterie vorsieht.

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