Sony Ericsson G900
Im zweiten Quartal 2008 brachte Sony Ericsson das G900 als Surf-Handy auf den Markt. Nach einer sehr kurzen Entwicklungszeit sollte so ein kostengünstiger Konkurrent zu Apples iPhone geschaffen werden, ob die gelungen ist werden wir nun mal untersuchen. das G900 kommt mit einem Touchscreen und einer normalen Handytastatur, 2 Kameras und UMTS-, WLAN- und USB-Anbindung. Als Betriebssystem wird Symbian 9.1 verwendet.
Lieferumfang SE G900:
- Ladekabel
- USB-Adapter um anschluss an den Rechner
- Sony Ericsson Software für den PC auf CD
- Handbuch
- Headset
- Handy
- Akku
- 2 Stifte für den Touchscreen
Erste Schritte:
Nach dem Auspacken legt man wie in der Anleitung beschrieben den Akku ins Handy und schließt das Ladekabel an. Danach kann man das Handy bereits einschalten. Ein Assistent führt sie durch die erste Grundkonfiguration und fragt Einstellungen wie Sprache, Zeit und Nutzerdaten ab. Dann kann es endlich losgehen. Das kopieren der Daten, vorallem der Telefonkontankte von der Simkarte läuft zwar ohne Probleme, jedoch werden diese etwas kryptisch auf dem Telefon gespeichert. Man sollte also etwas Zeit zum Nachbearbeiten einplanen.
Telefonieren / SMS:
Beim Telefonieren macht das Sony eine gute Figur oder besser gesagt einen guten Ton, außer wenn man die Lautstärke auf maximal stellt, dann kann es vorkommen dass man sich beim Telefonieren selbst hört. Beim telefonieren kann man jeder Zeit die Option Lautsprecher aktivieren und deaktivieren,
dies ist eine Art Freisprecheinrichtung, die aber nur in geräuscharmer Umgebung zu Empfehlen ist, dort funktioniert sie aber in beide Richtungen recht gut. Ich empfehle aber eher das mitgelieferte Headset zu benutzen. Beim schreiben von SMS können sie auf die Handytastatur zurückgreifen, sich auf dem Touchscreen eine virtuelle Tastatur einblenden lassen oder es mit der Strichzugerkennung, mit der sie mit Hilfe des Stiftes auf dem Touchschreen die Buchstaben malen können, probieren. Der SMS-Speicher wird wie bei Sony Ericsson üblich nur durch den ca. 160 MB großen Festspeicher auf dem Telefon begrenzt, der allerdings für alle Daten auf dem Handy geteilt wird.
technische Details:
- Größe: 106 x 50 x 14 mm
- Gewicht: 104 g
- Display: 320 x 240 Pixel, 262.144 Farben, 48 x 36 mm
- Standby: 15 Tage , 20 h (Herstellerangabe)
- Sprechzeit: 12 h (Herstellerangabe)
- Betriebszeit bei durchschnittlicher Belastung (Test): 5 Tage
- Akku: Lithium-Polymer
Kamera:
Das Sony Ericsson G900 kommt ist mit 2 Kameras ausgestattet, eine 5 Megapixel-Kamera auf der Rückseite und eine VGA-Kamera vorn auf der Displayseite zur Videotelefonie. Die 5 Megapixel-Kamera macht sehr klare Bilder mit einer Auflösung von bis zu 2592 x 1944 Pixel. Eine helle LED-Lampe an der Rückseite sorg auch in düsterer Umgebung für ausreichende Beleuchtung kann aber einen echten Blitz nicht ersetzen. Auch beim G900 gilt: Wer professionelle Fotos will, sollte eher zur Digicam als zum Handy greifen, für Schnappschüsse reicht die Kamera allerdings mehr als aus.
Verbindungen:
Vom G900 werden die GSM-Netzstandards 900, 1.800, 1.900 MHz (Triband) unterstützt, außerdem noch UMTS, leider aber nicht mit der HSDPA-Beschleunigung,
was das Vergnügen des Drahtlosen surfens außerhalb eines WLAN-Netzes doch deutlich schmälert.Wenn sie allerdings mit einem WLAN verbunden sind, es werden die Standards 802.11 b/g mit bis zu 54 Mbit pro Sekunde unterstützt, macht sowohl das surfen als auch das Nachrichten lesen mit dem eingebauten RSS-Reader Spaß. Ein kleiner Wermutstropfen ist allerdings, dass man übers WLAN keine Verbindung zum PC zustande bekommt dies funktioniert nur über Bluetooth oder USB. Ich würde bei der Verbindung zum PC aber immer zu USB raten, da USB 2.0 in voller Bandbreite unterstützt wird und sie die Syncronisation bzw. den Datentransfer mit 480 MB pro Sekunde vollziehen können. Bluetooth ist hier um einiges langsamer. Auf den veralteten Infrarot-Anschluss hat Sony Ericsson verzichtet.
Multimedia, Internet, Office und Spiele:
über 1000 Handygames zum Download!
Mit dem Sony Ericsson G900 können sie Videos und Musik in allen gängigen Handy-Formaten abspielen und sich außerdem noch Livestreams ansehen, die aber bei UMTS ohne HSDPA nicht allzu hochauflösend sein sollten, mit WLAN-Verbindung hingegen sollte es kaum Probleme geben. Der mitgelieferte
und vorinstallierte Opera-Browser macht seine Sache recht gut die Seiten werden relativ zügig geladen und sehen auch ganz gescheit aus. Per RSS Feed können sie sich die aktuellsten Nachrichten oder neuesten Einträge ihrer Lieblingsblogs aufs Handy holen und lesen. Auch eine Anbindung an diverse Social Dienste wie Facebook und Xing ist installiert. Mit dem vorinstallierten E-Mail-Client können sie bequem Emails, empfangen und senden die Synchronisation funktioniert aber leider nur mit Microsofts Outlook und nicht mit freien PIMs. Für die Arbeit unterwegs bietet das G900 ein Minioffice namens Quickoffice an, in dem eine Textverarbeitung, eine Tabellenkalkulation und eine Präsentationssoftware enthalten ist. Gespeichert werden die Dokumente in den üblichen Microsoft-Formaten xls, ppt und doc. Zum lesen von PDFs ist PDF+ installiert. Ein weiteres nettes Feature ist der Visitenkarten-Scanner mit dem sie die erhaltenen Visitenkarten nicht mehr in Papierform mit sich herumtragen müssen sondern sie bequem auf dem Handy speichern können. Bei der Auslieferung ist lediglich ein Spiel, nämlich Sudoku, auf dem Handy installiert, weitere können später nachgekauft werden. Der Organizer bietet eine Menge Funktionen, so kann man im Kalender Termine speichern, Alarme und Aufgaben festlegen und Notizen machen, außerdem kann man jetzt auch jährlich wiederkehrende Termine wie Geburtstage für jedes Jahr speichern.
Fazit und Preis
Alles in allem erhält man mit den Sony Ericsson G900 ein tolles Handy mit vielen Funktionen und einem modernen Design. Ohne Vertrag bekommt man das G900 bereits ab 340 Euro, zum Vertrag bekommt man es schon ohne Zuzahlung, je nach Vertrag. Allerding muss man auch einige Abstriche machen können, so fehlt HSDPA komplett, der Prozessor des Handys ist doch etwas schwach geraten, so sollte man öfters mal im Taskmanager laufende Anwendungen beenden. Außerdem können keine Profile angelegt werden und viele Funktionen sind nur über den Touchscreen bedienbar. Wer aber damit leben kann, ist mit dem G900 sicher gut beraten.
