Ubuntu 10.10 Maverick Meerkat

November 7th, 2010 | Tags:

Jedes halbe Jahr grüßt zwar nicht das Murmeltier, dafür aber die Entwickler der nun wohl populärsten Linux-Distribution Ubuntu. Der Codename Maverick Meerkat, frei übersetzt Eigensinniges Erdmännchen, koppelt wie schon in den vergangen Versionen eine Eigenschaft mit einem Tiernamen als Alliteration. Ubuntu 10.10 wird wohl als erste Folgeversion des LTS (Log Time Support) Releases 10.04 Lucid Lynx eher ein Schattendasein führen, da der Support schon im April 2012 endet. Lucid Lynx wird in der Desktop-Version bis April 2013 und in der Serverversion bis April 2015 unterstützt und mit Updates versorgt. Wer also Ubuntu 10.04 installiert hat sollte sich ein Update durchdenken.

Neuinstallation und Update

Ubuntu gibt es sowohl als 32-bit als auch als 64-bit Betriebssystem zur Verfügung, empfohlen wird aber immer noch die 32-bit Version zu installieren. Es gibt verschiedene ISO-Images aus denen man wählen kann:

  • Ubuntu – Ubuntu mit Gnome-Desktop unter http://www.ubuntu.org
  • Kubuntu – Ubuntu mit KDE-Desktop unter http://www.kubuntu.org
  • Xubuntu – Ubuntu mit Xfce4-Desktop unter http://www.xubuntu.org
  • Edubuntu – Ubuntu mit Gnome- oder KDE-Desktop und zusätzlicher Lernsoftware unter http://www.edubuntu.org

Die ISOs kann man dann auf eine CD/DVD brennen und den Rechner damit starten. Man kann nun zwischen einem Live-System wählen um Ubuntu zu testen oder Ubuntu sofort installieren. Danach werden allgemeine Informationen und die Partitionierung abgefragt der Rest läuft prinzipiell allein durch. Sollte es Probleme mit dem Installer geben gibt es noch die Möglichkeit ein ISO mit reinem Textinstaller zu verwenden. Die Installation dauert ca. 45-60 Minuten je nach Systemperformance.

Das updaten einer bestehenden Installation ist gewohnt einfach. Mit ALT+F2 die Befehlszeile öffnen und „update-manager -d“ eintippen => Enter. Nun sollte das System feststellen, das ein neues Release verfügbar ist. Nun muss man einfach nur auf den Button Ubuntu 10.10 installieren anklicken und das Versionsupgrade startet. Die Aktualisierungen dauern ca. 60-90 Minuten je nach Systemperformance und installierten Anwendungen.

Was ist neu an Ubuntu 10.10

Äußerlich findet man kaum neues im Vergleich zur 10.04er Version, was aber nicht heißt das es keine gibt. Die Entwickler haben sich eher auf die Verbesserung und Optimierung der bestehenden Systeme konzentriert. Zudem wird ab Ubuntu 10.10 der Kernel 2.6.35 verwendet, der zum Release der aktuellste Stable-Kernel war und der auch die für Frühjahr 2011 erwarteten Sandybridge-Prozessoren unterstützt. Als Desktops stehen KDE SC 4.5 für Kubuntu, Gnome 2.32 für Ubuntu und Xfce 4.6.2 für Xubuntu bereit. WLAN steht nun während Installation zur Verfügung. Die Partitionierung wurde um einiges erleichtert. Der Fotoverwalter „Shotwell“ ersetzt den angestaubten Bildbetrachter F-Spot und die Musikverwaltung Rhythmbox lässt sich nun direkt aus dem Lautstärkeregler im Panel steuern. In der speziellen Netbook-Version gibt es auch für den Desktop eine Änderung hier wurde das besetehende Gnome/XFCE4 durch den neuen Unity-Desktop ersetzt. Unity kann aber auch in der normalen Ubuntu-Version per APT-GET nachinstalliert werden. Unity soll dann ab Release 11.04 Natty Narwhal auch für Ubuntu Desktop und Ubuntu Server der Standard-Desktop werden. Es gibt ab Maverick Meerkat eine neue Open-Type-TTF-Schriftart, die den Namen der Distribution selbst (Ubuntu) trägt.

Systemvoraussetzungen und Screenshots

Ubuntu ist mit minimalistischen Einstellungen sehr genügsam. Hier läuft das Grundsystem locker mit 512 MB RAM, wenn man mit Office- und Grafikanwendungen arbeiten und auf gewohnte Programme wie Firefox nicht verzichten möchte sollte 1 GB Arbeitsspeicher besitzen. Bei den Prozessoren ist Ubuntu auch wenig anspruchsvoll und läuft mit allem ab Atom aufwärts problemlos. Genauso sieht es bei der Grafikkarte aus solange man auf Compiz verzichten kann reicht hier jeder x-beliebige Onboard-Chip.
Mit Fluxbox bzw. ICEWM als Desktopumgebung und den minimalistischen alternativen (NetSurf als Browser, Abiword, Gnumeric) läuft Ubuntu auch mit weniger Rechenleistung.
Ubuntu 10.10 ScreenshotUbuntu 10.10 Screenshot

bekannte Probleme und Lösungen

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