Fedora 10 – Cambridge

März 7th, 2009 | Tags:

Bisher habe ich fast ausschließlich Debian und Debian-Derivate benutzt, wenn mir der Sinn nach Linux Stand. Mit dem zugegebener Maßen nicht mehr ganz so neuen Fedora 10 wollte ich mir mal einen anderen Zweig der Linux-Entwicklungen anschauen. Fedora ist der freie Open-Source-Zweig von Red-Hat-Linux, von dem böse Zungen behaupten, dass er nur zum testen für die kostenpflichtige Red Hat Version ist. Man muss aber sagen, dass sich die Entwickler sich wirklich Gedanken gemacht haben Fedora Linux weiter zu vereinfachen. Dem renommierten Linuxnutzer fällt sofort das aufgeräumte Menü auf dass in anderen Distributionen doch recht zugemüllt ist und es Einsteigern oft schwer machen sich zurecht zu finden. Auch Notebook-Besitzer mit WLAN dürfen sich freuen, so wird fast jeder WLAN-Chipsatz von Haus aus erkannt und eingerichtet. Dieses Detail ist bei den Anderen bisher eher suboptimal gelöst. Im Paketmanagement hingegen liegt Fedora mit den RPMs leider immer noch weit zurück hinter Debian, Ubuntu und Co, APT ist hier deutlich stabiler, löst die Abhängigkeiten sicherer auf und bringt dem Nutzer daher wesentlich weniger Probleme beim Installieren von komplexen Programmketten. Ein weiteres nettes Detail: Compiz-Fusion ist bei Fedora 10 von Haus aus mit dabei, Es ist zwar deaktiviert lässt sich aber ganz einfach unter „System>Einstellung>Desktopeffekte“ aktivieren. Zur Vorsicht ist hier jedoch vor allem bei Notebooks geraten, da nicht jeder verbaute Grafikchip OpenGL in soweit unterstützt, dass der 3D-Desktop zu 100% flüssig läuft. Die aktuelle Version von Fedora 10 ist vom 18.02.2009 und wird der letzte Re-Spin bleiben. Denn am 26.05.2009 soll Fedora 11 – Codename „Leonidas“ erscheinen, das sich derzeit in der vierten Alphaphase befindet.

Kernel und Programme

  • Linux Kernel 2.6.27.5
  • KDE 4.2.1, Gnome 2.24.1
  • X.Org 7.3
  • OpenOffice.org 3.0
  • Firefox 3.0.4
  • Evolution Mail 2.24.5
  • Samba 3.2.7
  • Pidgin 2.5.4 – Instant Messenger

bekannte Probleme

  • Bei Notebooks kann es im Netzbetrieb dazu kommen, dass der Bildschirm sehr dunkel ist, das liegt an dem Stromsparmodus, der nicht so richtig zu funktionieren scheint. Einfach kurz den Strom kappen und wieder anstecken dann dürfte das Display wieder gewohnt hell sein. Alternativ kann man einfach die Stromsparoptionen für den Bildschirm abschalten. Dies kann man unter „System>Einstellung>System>Energieverwaltung“ tun. Ddort muss man einfach überall Bildschirm abdunkeln deaktivieren.

Systemvorraussetzungen

Pentium 700 MHz, 512 MB RAM, 10000 MB Festplattenspeicher

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