Fedora 10 – Cambridge
Bisher habe ich fast ausschlieĂlich Debian und Debian-Derivate benutzt, wenn mir der Sinn nach Linux Stand. Mit dem zugegebener MaĂen nicht mehr ganz so neuen Fedora 10 wollte ich mir mal einen anderen Zweig der Linux-Entwicklungen anschauen. Fedora ist der freie Open-Source-Zweig von Red-Hat-Linux, von dem böse Zungen behaupten, dass er nur zum testen fĂŒr die kostenpflichtige Red Hat Version ist. Man muss aber sagen, dass sich die Entwickler sich wirklich Gedanken gemacht haben Fedora Linux weiter zu vereinfachen. Dem renommierten Linuxnutzer fĂ€llt sofort das aufgerĂ€umte MenĂŒ auf dass in anderen Distributionen doch recht zugemĂŒllt ist und es Einsteigern oft schwer machen sich zurecht zu finden. Auch Notebook-Besitzer mit WLAN dĂŒrfen sich freuen, so wird fast jeder WLAN-Chipsatz von Haus aus erkannt und eingerichtet. Dieses Detail ist bei den Anderen bisher eher suboptimal gelöst. Im Paketmanagement hingegen liegt Fedora mit den RPMs leider immer noch weit zurĂŒck hinter Debian, Ubuntu und Co, APT ist hier deutlich stabiler, löst die AbhĂ€ngigkeiten sicherer auf und bringt dem Nutzer daher wesentlich weniger Probleme beim Installieren von komplexen Programmketten. Ein weiteres nettes Detail: Compiz-Fusion ist bei Fedora 10 von Haus aus mit dabei, Es ist zwar deaktiviert lĂ€sst sich aber ganz einfach unter “System>Einstellung>Desktopeffekte” aktivieren. Zur Vorsicht ist hier jedoch vor allem bei Notebooks geraten, da nicht jeder verbaute Grafikchip OpenGL in soweit unterstĂŒtzt, dass der 3D-Desktop zu 100% flĂŒssig lĂ€uft. Die aktuelle Version von Fedora 10 ist vom 18.02.2009 und wird der letzte Re-Spin bleiben. Denn am 26.05.2009 soll Fedora 11 – Codename “Leonidas” erscheinen, das sich derzeit in der vierten Alphaphase befindet.
Kernel und Programme
- Linux Kernel 2.6.27.5
- KDE 4.2.1, Gnome 2.24.1
- X.Org 7.3
- OpenOffice.org 3.0
- Firefox 3.0.4
- Evolution Mail 2.24.5
- Samba 3.2.7
- Pidgin 2.5.4 – Instant Messenger
bekannte Probleme
- Bei Notebooks kann es im Netzbetrieb dazu kommen, dass der Bildschirm sehr dunkel ist, das liegt an dem Stromsparmodus, der nicht so richtig zu funktionieren scheint. Einfach kurz den Strom kappen und wieder anstecken dann dĂŒrfte das Display wieder gewohnt hell sein. Alternativ kann man einfach die Stromsparoptionen fĂŒr den Bildschirm abschalten. Dies kann man unter “System>Einstellung>System>Energieverwaltung” tun. Ddort muss man einfach ĂŒberall Bildschirm abdunkeln deaktivieren.
Systemvorraussetzungen
Pentium 700 MHz, 512 MB RAM, 10000 MB Festplattenspeicher
